Einsatzreiche Tage für die Stadtfeuerwehr Sehnde

Mehrere Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Sehnde waren in den vergangenen Tagen bei unterschiedlichsten Einsätzen gefordert. Von Brandeinsätzen über technische Hilfeleistungen bis hin zu ausgelösten Brandmeldeanlagen reichte das Einsatzspektrum.

Bereits am 19. Juni 2026 wurde die Ortsfeuerwehr Ilten gegen kurz nach 19:00 Uhr zu einem Industriebetrieb alarmiert. Dort hatte sich aufgrund der hohen Außentemperaturen und des anhaltenden Betriebs ein Luftkompressor überhitzt. In der Folge entzündete sich eine Dichtungsmanschette selbstständig. Durch die frühzeitig auslösende Brandmeldeanlage und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Anschließend wurde das betroffene Gebäude umfangreich belüftet. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Ilten und Sehnde sowie der Rettungsdienst und die Polizei.

Am 27. Juni 2026 wurde die Ortsfeuerwehr Höver gegen 16:15 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Großhandelsbetrieb alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Auslösung vermutlich durch die starke Sonneneinstrahlung und die hohen Temperaturen im Bereich eines Plexiglasdaches verursacht worden war. Hinweise auf Rauch oder Feuer konnten durch die Einsatzkräfte nicht festgestellt werden. Nur rund 25 Minuten später alarmierte die Regionsleitstelle gegen 16:40 Uhr die Ortsfeuerwehr Sehnde sowie den Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) in ein Gewerbegebiet in Sehnde. Nach ersten Meldungen sollte dort ein Gastank zischen und Gas austreten. Beim Eintreffen bestätigte sich die Lage. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung hatte das Überdruck-Sicherheitsventil eines Flüssiggastanks ausgelöst und größere Mengen Gas kontrolliert abgeblasen. Der Eigentümer hatte den Tank bereits vor Eintreffen der Feuerwehr mit einem Gartenschlauch gekühlt, wodurch ein weiteres Austreten verhindert werden konnte. Die Feuerwehr kontrollierte die Tankanlage anschließend unter anderem mit einer Wärmebildkamera. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Nur wenige Stunden später, am 28. Juni 2026 gegen 01:15 Uhr, wurde die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen zu einem umgestürzten Baum auf der Bundesstraße 443 alarmiert. Noch bevor die Feuerwehr eintraf, waren bereits ein Pkw sowie ein Motorrad mit dem Baum kollidiert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr beseitigte das Hindernis und machte die Fahrbahn wieder passierbar.
Bereits rund zwei Stunden später, gegen 04:50 Uhr, alarmierte die Regionsleitstelle die Ortsfeuerwehren Bolzum, Müllingen-Wirringen, Wassel und Wehmingen zu einem unklaren Feuerschein an der Landesstraße 420 zwischen Wehmingen und Wirringen. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte lediglich brennendes Gestrüpp sowie einige Äste vor. Mit einem Kleinlöschgerät konnten die Flammen schnell gelöscht werden.

Kleiner Vegetationsbrand an der Landstraße 410

Die Einsatzserie setzte sich am Morgen fort: Gegen 07:30 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Sehnde zu einem brennenden Dixi-WC an der Bushaltestelle „KGS Schulzentrum“ alarmiert. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass nicht das Dixi-WC selbst, sondern lediglich davor liegende Papierhandtücher brannten. Diese konnten mit einem Hydrofix – einem schnell wiederbefüllbaren, unter Druck stehenden Kleinlöschgerät – zügig abgelöscht werden.

Brennende Dixi-Toilette in Sehnde

Noch während dieses Einsatzes informierte die Polizei die Feuerwehr über einen weiteren Brand in der  Waldstraße. Dort brannte ein öffentlicher Mülleimer, der ebenfalls mit einem Kleinlöschgerät abgelöscht wurde. Beide Einsatzstellen wurden anschließend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Während die Ortsfeuerwehr Sehnde noch mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt war, wurde die Ortsfeuerwehr Ilten zu einer technischen Hilfeleistung alarmiert. Gemeldet war ein Ring, der aufgrund eines stark angeschwollenen Fingers nicht mehr entfernt werden konnte und erhebliche Schmerzen verursachte. Mit viel technischem Geschick und unter Einsatz eines Seitenschneiders gelang es den Einsatzkräften, den Ring zu öffnen. Anschließend übernahm der mit alarmierte Rettungsdienst die weitere medizinische Versorgung der betroffenen Person.

Entfernen eines Ringes von einem angeschwollenen Finger

Am Sonntagnachmittag gegen 16:50 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen erneut alarmiert. Ein Passant hatte auf der Kreisstraße 147 in Höhe des Müllinger Tivolis einen Baum gemeldet, der sich bedrohlich in Richtung Fahrbahn neigte. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Zur sicheren Beseitigung des Baumes wurde die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Sehnde nachalarmiert. Gemeinsam entfernten die Einsatzkräfte den Baum fachgerecht. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden.

Insgesamt waren bei den Einsätzen die Ortsfeuerwehren Sehnde, Ilten, Höver, Bolzum, Müllingen-Wirringen, Wassel und Wehmingen sowie der Rettungsdienst und die Polizei im Einsatz.

Zur Schadenshöhe und zu der Ursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.