Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Bolzum

Steigende Einsatzzahlen und starke Blutspende-Beteiligung prägen Jahreshauptversammlung in Bolzum.

Am Samstag, den 21. Februar 2026, fand um 19:00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Bolzum im Gemeindezentrum Bolzum statt. Ortsbrandmeister Gerald Lehrke begrüßte die Kameradinnen und Kameraden sowie die anwesenden Gäste und ließ das vergangene Jahr Revue passieren.

Die Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr zählt derzeit 36 aktive Mitglieder. Im Jahr 2025 rückten die Einsatzkräfte zu insgesamt 13 Alarmierungen aus – und damit doppelt so häufig wie im Vorjahr. Besonders deutlich sei dabei die zunehmende Zahl an Türöffnungen, berichtete Lehrke. Diese Einsätze würden die ehrenamtlichen Kräfte oft auch psychisch fordern und belasten.

Neben dem Einsatzgeschehen engagierte sich die Feuerwehr auch intensiv im vorbeugenden Brandschutz. Die Kameradin Stefanie Worm führte drei Brandschutzerziehungen durch – in der Kooperativen Gesamtschule, in einer Grundschule sowie in einem Kindergarten. Damit leistete die Ortsfeuerwehr einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Sensibilisierung junger Menschen für Gefahren und richtiges Verhalten im Notfall.

Im Bereich Ausbildung wurden zwölf Monatsdienste durchgeführt. Themen waren unter anderem das Funken, Erste Hilfe sowie der Betrieb offener Wasserentnahmestellen. Darüber hinaus besuchten zahlreiche Mitglieder weiterführende Lehrgänge und Schulungen auf Stadt- und Regionsebene.

Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr, welche gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Wehmingen geführt wird, konnte wieder auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Es wurde an zahlreichen Veranstaltungen im Ort und auf Stadtebene teilgenommen und auch eine Wochenendfreizeit wurde durchgeführt.

Ein besonders erfreulicher Bestandteil des Jahres waren erneut die beiden Blutspendetermine, die von der Ortsfeuerwehr unterstützt wurden. Mit je 71 und 85 Spenderinnen und Spendern konnte eine sehr gute Beteiligung verzeichnet werden. Die Tendenz ist seit Jahren steigend – eine Entwicklung, die Ortsbrandmeister Lehrke ausdrücklich lobte. Dieses Engagement zeige, wie stark die Feuerwehr im Ort verankert sei und wie groß die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Auch personelle Entscheidungen standen auf der Tagesordnung. Im Rahmen der Wahlen zum Kommando wurden Alexander Wirries als Atemschutzgerätewart, Stefan Lübkemann als Gerätewart und Nils Remmert als Zeugwart jeweils in ihren Ämtern bestätigt.

Eine Beförderung konnte ebenfalls ausgesprochen werden: Lukas Wöltje wurde zum Feuerwehrmann ernannt. Für langjähriges Engagement wurden mehrere Mitglieder geehrt. Jörg Mitschke erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre im Förderverein. Niels Koch wurde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt, Heinrich Gronstedt sogar für beeindruckende 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

Grußworte überbrachte unter anderem Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse. Er richtete Grüße von Rat und Verwaltung aus, gratulierte den Beförderten und Geehrten und berichtete von der offiziellen Übergabe eines neuen Pulverlöschanhänger an die Ortsfeuerwehr Bolzum im vergangenen Jahr. Zudem informierte er über weitere Anschaffungen im vergangenen Jahr sowie über bevorstehende Beschaffungen und Baumaßnahmen im laufenden Jahr.

Auch Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann zeigte sich erfreut über die Einladung zur Versammlung. Sie fasste die vielfältigen Tätigkeiten der Feuerwehr treffend zusammen: Die Feuerwehr stehe einerseits für Gemeinschaft, Spaß und soziales Engagement – andererseits aber ebenso für Mut, Tapferkeit und großes Geschick bei Einsätzen, Ausbildung und in der Jugendarbeit.

Stadtbrandmeister Jochen Köpfer bedankte sich für die engagierte Arbeit der Ortsfeuerwehr Bolzum und berichtete über das Einsatz- und Ausbildungsgeschehen innerhalb der Stadtfeuerwehr.

Abschließend dankte Ortsbrandmeister Gerald Lehrke allen Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Trotz steigender Belastungen zeige die Feuerwehr wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit und den Zusammenhalt im Ort sei.