Eisrettung unter Extrembedingungen: Feuerwehr Sehnde trainiert im Waldbad

Temperaturen um minus zehn Grad und eine geschlossene Eisdecke boten am Sonntag, den 11. Januar, ideale – wenn auch äußerst anspruchsvolle – Bedingungen für einen besonderen Übungsdienst der Tauchergruppe der Feuerwehr Sehnde. Im Waldbad Sehnde trainierte diese gemeinsam mit Kameraden der Ortsfeuerwehr Sehnde intensiv die Rettung von Personen aus eisbedeckten Gewässern.

Am Vormittag standen zunächst Tauchgänge unter der Eisdecke auf dem Ausbildungsplan. Ziel war es, die Personensuche und -rettung unter realistischen Bedingungen zu üben. Dabei wurden Abläufe, Kommunikation und Sicherungsmaßnahmen trainiert, wie sie im Ernstfall erforderlich sind. Unterstützt wurde die Ausbildung durch den Rüstwagen der Ortsfeuerwehr Sehnde mit drei Kameraden.

Im weiteren Verlauf des Übungsdienstes lag der Schwerpunkt auf der Eisrettung einer eingebrochenen Person. Mit unterschiedlichen taktischen Vorgehensweisen trainierten die Einsatzkräfte das sichere Annähern, die Rettung aus dem Eis sowie den Eigenschutz der Retter. Die extremen Temperaturen und die körperlich fordernden Maßnahmen verlangten den Beteiligten ein hohes Maß an Konzentration und Ausdauer ab.

Ein besonderer Dank gilt den Stadtwerken Sehnde, die das Waldbad für diesen Übungsdienst zur Verfügung stellten und damit eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichten.

Abschließend appelliert die Stadtfeuerwehr Sehnde eindringlich an die Bevölkerung: Die Eisflächen sind nicht sicher – betreten Sie zugefrorene Gewässer nicht und bringen Sie sich nicht in Lebensgefahr.